Telemedizin-App

Monika-Böckmann_2013-0152

Das Projekt „Telemedizin“ richtet sich an Familien mit schwerkranken und sterbenden Kindern im Bereich der ambulanten Palliativversorgung. Mit einer datenschutzkonformen, medizinischen App werden lange Fahrtwege/ -zeiten vermieden bzw. in Notfällen kann zügiger geholfen werden. Gerade in ländlichen Gebieten bietet die Telemedizin erhebliche Chancen.

Hintergrund

Besonders in der Versorgung schwerstkranker und sterbender Kinder im Bereich der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung müssen sowohl die professio-nell Tätigen als auch die Familien oft mit weiten Fahrtwegen und langen Fahr-zeiten rechnen. Dies erfordert eine sehr gute antizipatorische Planung und Versorgung mit einem hohen Anteil an Vertrauensarbeit durch die ambulante Pallitivteams.

Bei aller Planung gelingt dies nicht jederzeit, immer wieder benötigen die Familien adhoc eine Unterstützung, die alleine über Telefon nicht gelingt. Dies gilt besonders in der notfälligen Versorgung, bei der etwa der versorgende Arzt oder Pfleger schon auf dem Weg zum Patienten eine verbesserte Hilfe bieten müsste. Mit einer den Datenschutzanforderungen gerecht werdende verbale und bildliche Kommunikation und Datenübertragung via handelsüblicher Smartphones o.ä. soll dies für die ambulante Palliativversorgung erstmals möglich gemacht wird.

Ansatz

Ergänzend zum regelmäßigen persönlichen Kontakt sollen über die Telemedizin – konkret eine datenschutzkonforme App mit der Möglichkeit für die Daten-übermittlung bis hin zu Videokonferenzen – eine intensivere, schnelle und bedarfsgerechte Begleitung der Familien über große Entfernungen erfolgen. Um ein solches Tool zu realisieren, ist es notwendig, die geltenden rechtlichen Grundlagen zu klären (z.B. Datenschutz) und eine dem Bedarf angemessene Hardware und Software zu Verfügung zu stellen. Eine begleitende Studie zur Effektivität und Einsetzbarkeit der Telemedizin ist hierbei dringend erforderlich.

Finanzbedarf

Für die Entwicklung und Programmierung der datenschutzkonformen App werden 40.000 Euro benötigt. Für die Vermarktung, die Pflege und die Evaluierung werden in den kommenden Jahren jeweils 50.000 Euro benötigt. Damit hat das Projekt „Telemedizin“ ein Gesamtvolumen von 190.000 Euro.

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