Institut

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Die Stiftung plant ein akademisches Institut, das vorrangig zur ambulanten Palliativversorgung forschen wird. Es soll die Plattform für eine 360-Grad-Betrachtung des Themas „Würdevolle Palliativversorgung“ sein. Als Denkfabrik (Thinktank) und Ideenmanufaktur werden dort fachliche, strukturelle und gesellschaftliche Probleme identifiziert, Ideen sowie Lösungsansätze entwickelt und deren Einsatz erprobt. Dies geht über die Arbeit der bestehenden Lehrstühle für Palliativversorgung hinaus, da das Institut interdisziplinär arbeiten wird. Die Ergebnisse sollen dann in die Gesundheits- und Gesellschaftspolitik transferiert werden, um eine nachhaltige Verbesserung der ambulanten Versorgung zu erzielen.

Hintergrund

Durch den demografischen Wandel müssen die Themen würdevolles und selbst-bestimmtes Leben und Sterben in der Gesellschaft neu diskutiert werden. Zwar besteht inzwischen das Ziel, dass ältere Menschen möglichst lange, selbst-bestimmt in den eigenen Räumen leben. Doch bei schwerstkranken und sterbenden Menschen sind eher stationäre Formen (Hospiz) im Blick, auch aus Gründen der Finanzierbarkeit der Leistungen. Damit werden aber die Bedürfnisse dieser Menschen sowie ihrer Angehörigen zu wenig berücksichtigt.

Bisher stehen bei der (ambulanten) Palliativversorgung in Wissenschaft und Forschung vor allem die versorgungsrelevanten Disziplinen Medizin und Pflege im Mittelpunkt – und damit die Hilfe für den Einzelnen. Doch die würdevolle Versorgung von und der Umgang mit Sterbenskranken ist weder ein isolierbares Fachthema noch ein Individualproblem. Vielmehr ist es eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. So braucht es etwa Lösungen, damit etwa die Angehörigen die z.T. erhebliche Zusatzbelastung psychisch und physisch bewältigen können. Es muss das gesamte soziale System betrachtet werden, um eine professionelle und eine freiwillige Unterstützung optimal sicherstellen zu können.

Aufgaben des Instituts

Zu den aktuell drängenden Themen gehören u.a. Advanced Care Planning, die Betreuung in Heimen oder auch die Finanzierung der ambulanten Pallitivversorgung. Weiterhin sind Modelle zu entwickeln und zu erproben, wie Menschen nicht nur selbstbestimmt möglichst lange zu Hause leben, sondern auch in Würde zu Hause sterben können.

Finanzbedarf

Für den Aufbau des Instituts werden im ersten Jahr 200.000 Euro für Personalkosten und 50.000 Euro für Verwaltung und Sachkosten benötigt, also insgesamt 250.000 Euro.

Aufbau des Instituts