Neu in Frankfurt: Würdezentrum

Für eine Sorge-Kultur am Lebensende

Würdezentrum FrankfurtDas Würdezentrum Frankfurt wurde in der zweiten Hälfte des Jahres 2016 gegründet. Zu den Impulsgebern zählt Professor Dr. Stein Husebø vom Würde-Zentrum Bergen in Norwegen. Gründer der gemeinnützigen Institution sind der Kaufmann Holger Franke, der in der engsten Familie erlebt hat, was es bedeutet, wenn die letzte Lebensphase anbricht, Boris Knopf als Pflegespezialist in der Palliativ-Medizin und Dr. Ingmar Hornke, Palliativ-Mediziner, der über den ärztlichen Aufgaben hinaus zu der Entwicklung einer Sorge-Kultur am Lebensende beitragen möchte.

Zur Aufgabe gemacht hat sich das Würdezentrum alles, was dazu beitragen kann, das Würdeerlebnis am Lebensende zu stärken, den Menschen in seiner Gebrechlichkeit oder schweren Krankheit zu unterstützen und ihn so zu fördern, dass er seine eigene Autonomie möglichst weitgehend wahrnehmen kann.

Dazu gehören bereits zu Beginn mehrere Projekte, die unter anderem in Kooperation mit der Landesärztekammer und dem Zentrum für Ethik und Medizin der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau in Entwicklung sind.

Gefördert wird ebenso die Ausbildung zur Leitung sogenannter Letzte-Hilfe-Kurse, in denen Interessierte erfahren, was sie für ihre Lieben am Ende des Lebens tun können. Angeboten wird diese Kursleiterschulung unter anderem für Hospiz-Initiativen, gemeinnützige Einrichtungen und Volkshochschulen.

Ein wichtiger Arbeitsschwerpunkt des Würdezentrums ist die Umsetzung des Projektes „beizeiten begleiten®“, das auf Basis des Hospiz- und Palliativgesetzes mithilfe eines Gesprächsbegleiters eine – vorerst nur für Heimbewohner –umfassende gesundheitliche Vorausplanung bietet und somit die Autonomie des Patienten wesentlich stärkt. Die vom Gesetzgeber vorgegebenen Möglichkeiten sollen leb-bar gemacht werden. Ist doch davon
auszugehen, dass Menschen, die sich für das Modell interessieren, Beratung brauchen, um validierbare Vollmachen und Patientenverfügungen zu dokumentieren.

Nicht zuletzt gibt es spezifische Angebote für Angehörige, die ihre Rolle als Bevollmächtigte ausüben möchten. Dabei brauchen sie oft Unterstützung, geplant ist ab dem kommenden Jahr etwa ein „Bevollmächtigten-Coaching“.

Da das gemeinnützige Würdezentrum sich zurzeit noch im Aufbau befindet, ist das Team für jede Unterstützung durch Sponsoren und Spender dankbar.

Kontakt:
Kirsten Wolf
Leitung Würdezentrum
Würdezentrum Frankfurt
Geleitsstraße 14
60599 Frankfurt am Main
E-Mail info@wuerdezentrum.de